Osso

Osso

seit 2008: lebt und arbeitet in Wien

 

Die Bilder des kurdischen Künstlers Osso erzählen von Heimat und von Fremde, gelebter Nähe und Distanz, vom Suchen und vom Ankommen. Sie visualisieren emotionale Berührungspunkte mit seinem Umfeld. Ossos Motive sind Körperschaften, die eine Synthese aus merkwürdigen, fremden, dissonanten, aufälligen, bemerkenswerten und den Geist nährenden Momentaufnahmen sind. Gesammelte Attribute aus Fremdem und Vertrautem modellieren neue Menschenbilder mit individuellem Gedankengut. Ossos Werke sind nicht unmittelbar politisch und doch befassen Sie sich mit außerordentlichen Typen - oftmals androgynen Wesen - und Rollenbildern vor dem Hintergrund unterschiedlicher Kulturkreise und sozialpolitischer Diskurse. Seine Werke sind zugleich Ausdruck der inneren Reise seines Selbst, wie auch des lebendigen Prozesses einer Pilgerschaft, die sich durch das Loslassen einst beschrittener Pfade und erreichter Orte auf die stetige Suche nach Erweiterung der eigenen Wurzeln einlässt.

 

1999 – 2003 Akademie der Künste Beirut, Abschluss

1997 – 1999 Universität der Kunst in Damaskus

Osso wuchs in der Stadt Al Hasaka in Syrien auf. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für die Malerei. Mit 16 Jahren ging er nach Damaskus, wo er 2 Jahre auf der Kunstakademie studierte. Die in Syrien vorherrschenden politischen und gesellschaftlichen Systeme bewegten ihn dazu weiterzuziehen. Sein Weg führte ihn nach Beirut, wo er ebenfalls 2 Jahre studierte und sein Studium mit Auszeichnung abschloss.

Seine Sehnsucht nach künstlerischer Freiheit bewegte ihn dazu nach Europa zu flüchten. Seine „Reise“ führte ihn nach Wien. Inspiriert durch die Fülle an Museen, Ausstellungen, Theater, Musik, Performance und Tanz, hatte er das Gefühl in „seiner“ Stadt angekommen zu sein. Es folgt die Auseinandersetzung mit der Realität von bürokratischen Systemen, Aufenthaltsgenehmigung und finanzieller Unabhängigkeit. All dies verstärkt und intensiviert sein vorherrschendes Thema nach künstlerischer Bewegungsfreiheit. In seinen Bildern bekommt man Zugang zu der dafür bestehenden Sehnsucht und Leidenschaft. Es ist eine Suche, ein Erforschen, ein fast zum Bersten energiegeladenes Verharren, ein Finden in Farben und Formen. Es ist ein Ausbreiten von Emotion. Trauer und Erstarrung wird ebenso zum Ausdruck gebracht, wie poetische Ekstase und Lebensfreude.

 

EXHIBITIONS

Bochum / Deutschland: 2017

Bischofsmais / Deutschland: 2016

Linz / Österreich: 2016

Wien / Österreich: 2011, 2012, 2015, 2016, 2017

Berlin / Deutschland: 2010

Beirut / Libanon: 2000, 2001, 2002, 2003

Damaskus / Syrien:1997, 1999

Aleppo / Syrien: 1999

Homs / Syrien: 1998

Al-Hasaka / Syrien: 1995